KULAKon – Konstituierung von Kulturlandschaft
Die Abschlusskonferenz "Konstituierung von Kulturlandschaft - Wie wird Landschaft gemacht?" fand am 12. und 13. Mai 2011 im Leibnizhaus in Hannover statt.
Veranstaltungsflyer (PDF 2,3 MB) und Nachlese zur Veranstaltung
Kulturlandschaften, die der Mensch über Jahrhunderte geprägt und geformt hat, sind oft mit bestimmten Vorstellungen und Bedeutungen verbunden. In vier von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Einzelprojekten des Gesamtvorhabens „KULAKon – Konstituierung von Kulturlandschaften“ analysieren Forscher, welche gesellschaftlichen Prozesse dazu führen, dass wir von Räumen als „Kulturlandschaften“ sprechen und welche Rolle Individuen und Institutionen in diesem Prozess spielen. Dabei wird untersucht, wie wir zu unterschiedlichen Bewertungen von Kulturlandschaften z.B. als „schön“, „schützenswert“ oder „gestört“ kommen oder wie Kulturlandschaften zum Ausgangspunkt regionaler Kooperationsprozesse werden. mehr …
Die miteinander vernetzten KULAKon-Projekte entstanden auf Initiative dreier Leibniz-Institute: dem Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) in Dresden, dem Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) in Leipzig sowie dem Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) in Erkner. Vierter Projektpartner ist das Fachgebiet Landschaftsplanung am Institut für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung der TU Berlin. Geographen, Planer und Politikwissenschaftler aus diesen Einrichtungen setzen sich über einen Zeitraum von drei Jahren mit verschiedenen Aspekten der Konstituierung von Kulturlandschaften auseinander:
- Dr. Sabine Tzschaschel und Dr. Monika Micheel vom IfL befassen sich mit der Frage, wie die Bevölkerung in ihrem Alltag Kulturlandschaft wahrnimmt und symbolisch besetzt.
mehr … - Im Projekt von Dr. Markus Leibenath und Antje Otto vom IÖR geht es um die Diskurse, die zur Konstituierung von "Kulturlandschaft" führen: Welche Akteure finden sich zu Kulturlandschaftskoalitionen zusammen und welche Interessen- und Machtstrukturen bilden sich dabei heraus?
mehr … - Prof. Dr. Heiderose Kilper und Ludger Gailing vom IRS beschäftigen sich mit den sektoralen Institutionensystemen, die für Steuerungsansätze im Umgang mit der Kulturlandschaft von Bedeutung sind, also z. B. den gesetzlichen Regelungen sowie den Wertungen und Bedeutungszuweisungen, die sie vermitteln.
mehr … - Prof. Dr. Stefan Heiland und Wera Wojtkiewicz von der TU Berlin untersuchen, welche Vorstellungen von Kulturlandschaft in kommunalen Landschaftsplänen enthalten sind und ob diese Vorstellungen aktuellen Rahmenbedingungen der Landschaftsentwicklung gerecht werden.
mehr …
Die enge Vernetzung der Projekte wird durch eine gemeinsame organisatorische Struktur mit regelmäßigen Projekttreffen und Workshops gewährleistet.
Laufzeit:
2008 bis 2011
Kontakt:
Ludger Gailing
Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung
Tel.: +49 (0)3362 793-252
Mail: Gailing@irs-net.de

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Diese Datei wurde zuletzt geändert am:
21.06.2011
