Suburbane Räume als Kulturlandschaften
Leiter: Prof. Dr. Winfried Schenk
Stellv. Leiter: N. N.
Vom Sekretariat der ARL: Referatsleiter Dr. Gerhard Overbeck
Kontakt per E-Mail: Overbeck@ARL-net.de
Die Europäische Landschaftskonvention (ELC) trug wesentlich dazu bei, dass der Begriff „Kulturlandschaft“ heute weit gefasst wird: Kulturlandschaften sind nicht nur „historische Landschaften“ oder traditionell genutzte, ästhetisch reizvolle ländliche Räume, vielmehr kann jeder vom Mensch als Landschaft wahrgenommene Raum als Kulturlandschaft betrachtet werden. Ziel der ELC ist, die charakteristischen europäischen Landschaften als Ausdruck des gemeinsamen Natur- und Kulturerbes und als Grundlage für die Identität der Bewohner bewahren.
Im (sub-)urbanen Raum und im Umfeld der Städte vollzieht sich der Landschaftswandel in großer Geschwindigkeit: der Gegensatz von Stadt und Land löst sich zunehmend auf, neue Raumtypen entstehen, die sich aufgrund ihres Charakters und ihrer Entstehungsweise gängigen Klassifizierungen von Landschaft häufig entziehen und deren Wandel meist auch anders bewertet wird als derjenige traditioneller Kulturlandschaften. Ebenso bestehen bisher nur relativ wenig Erfahrungen mit einer aktiven Steuerung der Dynamik von „Suburbia“, v. a. im Bezug auf kulturlandschaftliche Aspekte.
Im Vordergrund des Arbeitskreises steht die Frage nach dem Mehrwert, der sich für die Planung ergibt, wenn suburbane Räume als Kulturlandschaften betrachtet werden. Ziel ist, für eine bislang vernachlässigte Raumkategorie mit hoher Bedeutung und hoher Dynamik Möglichkeiten des planerischen Umgangs zu analysieren und diese sowohl theoretisch-konzeptionell aufzubereiten als auch in konkrete Handlungsempfehlungen für die Planungspraxis eingehen zu lassen. Im AK werden suburbane Räume aus unterschiedlichen Blinkwinkeln betrachtet, Optionen der „Landscape Governance“ für suburbane Räume analysiert und Handlungsempfehlungen für Planer und Entscheidungsträger erarbeitet. Ziel ist die Erarbeitung einer Buchpublikation.
Der Arbeitskreis ist mit Vertretern der 4R-Einrichtungen sowie externen Gästen besetzt und wird von den 4R-Einrichtungen gemeinsam organisiert und finanziert. Die derzeitigen Mitglieder sind:
- Prof. Dr. Winfried Schenk, Universität Bonn (AK-Leiter)
- Prof. Dr. Rainer Danielzyk, ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung GmbH, Dortmund
- Dipl.-Ing. Ludger Gailing, Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung, Erkner/Berlin
- Prof. Dr. Stefan Heiland, TU Berlin
- Dr. Klaus-Dieter Kleefeld, Büro für Historische Stadt- und Landschaftsforschung, Köln
- Dr. Manfred Kühn, Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung, Erkner/Berlin
- Dr. Markus Leibenath, Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung, Dresden
- Dr.-Ing. Ilke Marschall, Fachhochschule Erfurt
- Dr. Gerhard Overbeck, Akademie für Raumforschung und Landesplanung, Hannover
- Prof. Dr. Axel Priebs, Region Hannover
- Prof. Dr. Isolde Roch, Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung, Dresden
- Dipl.-Geogr. Jens-Peter Scheller, Frankfurt/Rhein-Main
- Dr. Sabine Tzschaschel, Leibniz-Institut für Länderkunde, Leipzig
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Diese Datei wurde zuletzt geändert am:
04.08.2010

